Was ist ein Betriebsmittelkredit?
Ein Betriebsmittelkredit ist ein Kredit, der zur Finanzierung des täglichen Geschäftsbetriebs eines Unternehmens aufgenommen wird. Diese Kredite werden nicht zum Erwerb langfristiger Vermögenswerte oder Investitionen verwendet, sondern vielmehr zur Bereitstellung des Betriebskapitals, das den kurzfristigen operativen Bedarf eines Unternehmens abdeckt. Diese Bedürfnisse können Kosten wie Gehaltsabrechnung, Miete und Schuldentilgung umfassen. Auf diese Weise handelt es sich bei Betriebsmittelkrediten lediglich um Unternehmensschulden, die von einem Unternehmen zur Finanzierung seiner täglichen Geschäftstätigkeit verwendet werden.
So funktioniert ein Betriebsmittelkredit
Manchmal verfügt ein Unternehmen nicht über ausreichende liquide Mittel oder Vermögenswerte, um die laufenden Betriebskosten zu decken, und sichert sich daher einen Kredit für diesen Zweck. Unternehmen mit hoher Saisonabhängigkeit oder zyklischen Umsätzen sind normalerweise auf Betriebsmittelkredite angewiesen, um Perioden geringerer Geschäftstätigkeit zu bewältigen.
Betriebskapital
Viele Unternehmen haben nicht das ganze Jahr über stabile oder vorhersehbare Umsätze. Beispielsweise haben produzierende Unternehmen zyklische Umsätze, die den Bedürfnissen der Einzelhändler entsprechen. Die meisten Einzelhändler verkaufen mehr Produkte im vierten Quartal - also in der Ferienzeit - als zu jeder anderen Jahreszeit.
Um die Einzelhändler mit der richtigen Menge an Waren zu versorgen, betreiben die Hersteller in der Regel den größten Teil ihrer Produktionstätigkeit in den Sommermonaten und bereiten die Lagerbestände auf den Schub im vierten Quartal vor. Wenn das Ende des Jahres erreicht ist, reduzieren die Einzelhändler die Produktionskäufe, da sie sich auf den Verkauf über ihren Lagerbestand konzentrieren, was anschließend die Produktionsverkäufe senkt.
Hersteller mit dieser Art von Saisonalität benötigen häufig ein Betriebskapitaldarlehen, um Löhne und andere Betriebskosten in der Ruhephase des vierten Quartals zu zahlen. Das Darlehen wird in der Regel zu dem Zeitpunkt zurückgezahlt, an dem das Unternehmen seine geschäftige Saison erreicht und die Finanzierung nicht mehr benötigt.
Verpasste Zahlungen für einen Betriebskapitalkredit können die Kreditwürdigkeit des Geschäftsinhabers beeinträchtigen, wenn der Kredit an seinen persönlichen Kredit gebunden ist.
Zu den Finanzierungsarten gehören ein Terminkredit, eine Kreditlinie oder eine Rechnungsfinanzierung, eine Form der kurzfristigen Kreditaufnahme, die ein Kreditgeber seinen Geschäftskunden auf der Grundlage nicht bezahlter Rechnungen gewährt. Geschäftskreditkarten, mit denen Sie Prämien verdienen können, bieten auch Zugang zu Betriebskapital.
Vor- und Nachteile eines Betriebsmittelkredits
Der unmittelbare Vorteil eines Betriebsmittelkredits besteht darin, dass er leicht zu beschaffen ist und es Geschäftsinhabern ermöglicht, Lücken bei den Betriebsmittelausgaben effizient zu schließen. Der andere spürbare Vorteil besteht darin, dass es sich um eine Form der Fremdfinanzierung handelt und keine Eigenkapitaltransaktion erforderlich ist. Dies bedeutet, dass ein Unternehmer die volle Kontrolle über sein Unternehmen behält, auch wenn der Finanzierungsbedarf dringend ist.
Einige Betriebsmittelkredite sind unbesichert. In diesem Fall muss ein Unternehmen keine Sicherheiten zur Besicherung des Kredits hinterlegen. Ein unbesicherter Kredit kann jedoch nur von Unternehmen oder Geschäftsinhabern mit hoher Bonität gewährt werden. Unternehmen mit wenig bis gar keinem Kredit müssen den Kredit verbriefen.
Ein besicherter Betriebsmittelkredit, für den Sicherheiten für Vermögenswerte erforderlich sind, kann ein Nachteil für den Kreditprozess sein. Es gibt jedoch andere mögliche Nachteile bei dieser Art von Betriebskapitaldarlehen. Die Zinssätze sind hoch, um das Kreditinstitut für das Risiko zu entschädigen. Darüber hinaus sind Betriebsmittelkredite häufig an den persönlichen Kredit eines Geschäftsinhabers gebunden, und versäumte Zahlungen oder Ausfälle beeinträchtigen dessen Kreditwürdigkeit.
